Taofu und Chun Lian

Beim uralten chinesischen Frühlingsfest hängten die Chinesen vor der Tür das „Taofu“, das viereckige Amulette aus Pfirsichbaumholz. Man glaubte, dass das Pfirsichbaumholz das Unheil vermeiden und die Geister vertreiben konnte. Und man malte Bilder der Türgötter oder schrieb deren Namen auf dem Pfirsichbaumholz.


Am 1.Januar nach dem Mondkalender wurden auf der Tür zwei „Taofu“ gehängt. Damit wünschten sich die Chinesen ein glückliches Neujahr und alles Gute. In der Sui- und Tang-Dynastie begann man glückliche Wörter auf dem Taofu zu schreiben.

In der Fünf-Dynastien-Zeit wurde das Taofu in die chinesischen „Chun Lian“, Spruchbänder zum Frühlingsfest, verwandelt. Sie wurden senkrecht neben dem Hauseingang angebracht und brachten Segenswünsche zum Ausdruck. Statt auf dem Pfirsichbaumholz wurden in der Song-Zeit die Chun Lian auf dem Papier geschrieben. In der Ming-Dynastie wurde das Taofu offiziell in Chun Lian umbenannt.

Einer Legende nach hatte der Ming-Kaiser Zhu Yuanzhang vor einem Selvester befohlen, dass alle Bürger in der Hauptstadt Nanking ein Paar Chun Lian neben der Tür hängen mussten. Er mochte in normaler Kleidung in der Stadt persönlich prüfen, ob alle Türen mit Chun Lian aufgeklebt waren. Doch als er bei einer Familie vorbei kam, gab es keine Chun Lian vor der Tür. Er fragte nach dem Grund und wurde mitgeteilt, dass diese Familie Schweine kastrierten und wusste nicht,was zu schreiben. Da hatte der Kaiser ein Paar humoristische Chun Lian für die Familie geschrieben.

Danach wurde Chun Lian unter den Völkern verbreitet und war eine volkstümliche Sitte geworden, zum Frühlingsfest ein Paar Chun Lian neben der Tür zu hängen.

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